Unser New York

Unser New York

19.01.2016

New York ist eine unglaublich faszinierende Metropole. Wir haben Sie mit der Kamera durchstreift und einige Impessionen für Euch festgehalten. Wenn Euch unsere Arbeit gefällt und Ihr Eure fotografischen Kenntnisse  erweitern möchtet, empfehlen wir Euch unseren 2-tägigen Foto-Praxisworkshop "Bessere Urlaubs- und Reisefotografie". Informationen findet Ihr, wenn Ihr hier klickt.

 

Tag 1: Brooklyn + Downtown

Heute fuhren mit der U-Bahn nach Brooklyn im Südosten von Manhattan. Wir wollten unbedingt die Brooklyn-Bridge im Morgenlicht fotografieren. Für den Sonnenaufgang waren wir natürlich zu spät, das wussten wir auch schon als wir die Uhrzeit festgelegt haben, aber dennoch war die strahlende Sonne fotografisch sehr hilfreich. Die langgezogene Kabelkonstruktion hatte etwas von einem Spinnennetz und die Skyline von Manhattan war in der Morgensonne atemberaubend. 

 

 

 

 

Auf der anderen Seite der Brücke beginnt der Finanzdistrikt, wo wir erste Erfahrungen mit der amerikanischen Frühstückskultur machten. Direkt nebenan ist die St. Paul's Kapelle. Sie spielte bei den Anschlägen vom 11. September eine Rolle, liegt sie doch nur eine Straßenbreite von den Zwillingstürmen des World Trade Center weg. Wie durch ein Wunder wurde sie nicht einmal beschädigt. In ihr fanden die Rettungskräfte Trost und Hilfe während der Rettungs- und Bergungsarbeiten während und nach den Anschlägen. Zwar wird um das Gelände der ehemaligen Türme herum immer noch gebaut, die Gedenkstätte selbst, das Museum über die Anschläge sowie der neue Turm sind aber bereits fertig gestellt. Wo seinerzeit die beiden Türme standen klaffen jeweils Löcher mit Wasserspielen in Größe der Grundrisse. An den Rändern sind die Namen aller Opfer angebracht. Dort ist auch der Eingang zum 9/11-Museum, welche die Anschläge vom 9.11.2001 auf das World Trade Center thematisiert (24$ p.P.). Es liegt auf dem Gelände der ehemaligen Türme und man sieht immer noch die Stützpfeiler der eingestürzten Bauwerke. Es werden die Chronologie der Ereignisse erklärt, Stimmen gehört und Bilder, Filme und Artefakte gezeigt. Sehr amerikanisch, sehr eindrucksvoll und wenn man sich den Tag stimmungsmäßig richtig verderben will ist dieses Museum die erste Wahl. Aber es hat sich gelohnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der U-Bahn fuhren wir einige Stationen weiter zum Ortsteil Greenwich ins Meatpacking District. Dort startet die High Line. Dies ist eine ehemalige Hochtrasse für die U-Bahn, die seit einiger Zeit außer Betrieb ist. Dieser wurde inzwischen zu einer Art Park umgebaut auf diesem man ungestört, verkehrsfrei und hoch über der Stadt einen ausgedehnten, bestimmt 2 km langen Spaziergang machen kann. Toll, absolut sehenswert und jederzeit wieder!!! 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer kurzen Kaffeepause fuhren wir auf Roosevelt Island, einer schmalen und langgezogenen Insel östlich von Manhattan, auf der sich früher eine Leprastation befand. Die Insel ist sehr schön und nur durch eine große rote Gondelbahn über den Fluss zu erreichen. Um die Ruine dieses ehem. Krankenhauses wurde ein netter kleiner Park angelegt mit einem fantastischen Blick auf die Skyline, hinter der gerade die Sonne unterging.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abgeschlossen haben wir den Tag in der Grand Central Station, dem größten und schönsten Bahnhof von New York, der bereit bei vielen Filmen zu sehen war.

 

 

 

 

Tag 2: jüdisch-orthodoxes Viertel sowie Chinatown

Heute haben wir eine Weltreise gemacht! Sehr früh verließen wir das Hotel in Richtung Norden zum Central Park. Am Morgen war es mit 5 Grad noch ziemlich kalt. Der Central Park ist mit 4 x 1 km riesig groß mit vielen Wegen und Seen und sogar eine Eisbahn, die nicht nur während des strengen Winters in Betrieb ist. Daran vorbei läuft die 5th Avenue mit ihren Designer- und Edelläden, wie Armani, Bulgari und Tiffany. Eine tolle Straße zum Fotografieren von Menschen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der U-Bahn fuhren wir anschließend nach Brooklyn. Mehr oder weniger unfreiwillig machten wir eine lange Wanderung, anfangs durch etwas heruntergekommene Viertel, dann ein Industriegebiet, bevor es wieder mehr "lebte". Von diesem Bereich aus hatten wir einen tollen Blick über ein Fußballfeld auf einen großen Teil von Manhattan.

 

 

 

 

 

 

Unser eigentliches Ziel war jedoch Chinatown. Vollkommen andere Schriftzeichen, viel hektischer, enger und belebter. Dort ließen wir uns auch etwas treiben, waren in chinesischen Märkten und beobachteten Leute. Faszinierend fanden wir einen Park, in dem sehr viele, fast nur alte chinesische Leute waren (Columbus Park Pavillon, Baxter St. Ecke Bayard St.), die Karten- oder Brettspiele spielten bzw. zusammen Musik machten. Das war manchmal ziemlich schräg und laut, aber sehr authentisch. Total spannend und vor allem waren wir fast die einzigen Touristen.

 

 

 

 

 

 

 

Um unsere ethnische Weltreise fortzusetzen ließen wir uns mit dem Taxi ins jüdische Viertel nach Brooklyn bringen (Lee Ave. ab Division Ave.). Und tatsächlich war dies eine komplett andere Welt. 90% der Männer waren in lange schwarze Mäntel gekleidet, mit Hut und den typischen Haarlocken. Wir haben Bekleidungsgeschäfte gesehen, in denen ausschließlich schwarze Kleidung bzw. schwarze Schuhe verkauft wurden. Ob es in Jerusalem ähnlich viele Ultra-Orthodoxe auf einem Fleck gibt? 

 

 

 

 

Für den letzten Teil unserer Ethno-Weltreise fuhren wir wieder zurück zum Times Square. Es ist unglaublich, was dort abends los ist. Werbeanzeigen im Super-XXXXXXXXXXXXXL-Mega-Format flackern um die Wette, überall Autos, hupen, Verkehr und viele, viele Menschen. Dazu kommen noch regelrechte Paradiesvögel, die entweder Werbung für irgendwas machen, sich gegen Geld fotografieren lassen oder sich selbst darstellen. Toll zu fotografieren, wenn auch auf die Dauer etwas anstrengend :-)

 

 

 

 

 

 

Tag 3: Freiheitsstatue, Top of the Rock

Mit der Fähre sind wir zur Statue of Liberty rübergefahren, nicht ohne eine Sicherheitsprozedur wie am Flughafen zu durchlaufen. Der Blick von der Fähre aus war schon spektakulär, wie die Statue immer größer und schöner wird. Der Besuch auf der Insel hat sich nicht ganz so gelohnt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir hatten Tickets um auf die Krone hochzugehen, was etwa 300 steile und enge Treppen hoch und wieder runter bedeutet. Oben angekommen hatten wir für ein paar Sekunden Blick auf Manhattan durch verglaste Luken, bevor es wieder die gleiche Strecke zurückging. Anstehen und Sicherheitschecks eingerechnet benötigten wir über 2 Stunden Zeit allein für die Krone. Im Nachhinein betrachtet hätte allein ein Besuch der Insel mit Blick von der Basis ausgereicht.

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Fähre ging es dann weiter zu Ellis Island, der Insel, wo zwischen 1890 und 1924 x-Millionen Einwanderer zum ersten Mal amerikanischen Boden betraten. Hier wurden Pässe und Gesundheit überprüft und sie dann zur Einwanderung freigegeben. Oder auch nicht. Ellis Island nennt man nicht umsonst die Insel der Hoffnung und der Tränen.

 

 

 

Mit der Fähre und anschließend der U-Bahn fuhren wir weiter zum Rockefeller Center. Wir hatten für 15h Tickets zum Top of the Rock gebucht, einer Aussichtsplattform auf dem 70. Stock eines der höchsten Wolkenkratzer Manhattans. Auch hier wieder flughafenähnliche Sicherheitsprüfungen. So oft wurden wir an einem Tag noch nie gefilzt wie heute. Ich kann es aber verstehen und es trägt sehr zum persönlichen Sicherheitsempfinden bei. Die 70 Stockwerke schaffte der Aufzug in unter einer Minute! Oben erwartete uns ein toller Blick auf die Stadt inkl. Central Park. Bei traumhaftem Wetter wurden wir zusätzlich mit einem wunderbaren Sonnenuntergang belohnt. Wir sind dann geblieben bis nach Sonnenuntergang. Die Stadt verändert sich sobald alle Lichter angegangen sind. Das Top of the Rock ist ein Top-Tipp, vor allem bei gutem Wetter.  

 

 

 

 

 

 

 

 

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